Bernd und Michael 2031

Bernd und Michael 2031
Bernd und Michael 2031

Samstag, 9. August 2014

Traurige Wanderung Nummer 42

Juhuuuu - endlich geht's los

Altmühltal - Panoramaweg Freitag 8. August - Freitag 15. August 2014

Treuchtlingen - Kehlheim / 8 Etappen mit circa 175 km

Um 8 Uhr Abfahrt in Moosham, Wetter herrlich, kaum Verkehr.
Fahre bereits in Pfaffenhofen von der Autobahn ab um mich cruisend dem Ziel zu nähern.
Mein Dank an dieser Stelle an Mehmet Scholl (früher:Bayernsau), der mich mit seiner schlichtweg genialen dritten Indie-Compilation in genau die richtige Stimmung für diesen Trip gebracht hat.

Vor allem "Book of James" von "We are Augustines" bringt mein Blut auf Betriebstemperatur.

Kurz vorm Parken noch "Stern am Lebenshimme" von "Alfons Hasenknopf" um mich geistig von meinen Lieben zu verabschieden.

Finde einen schönen, kostenfreien Parkplatz im Zentrum von Treuchtlingen. Mache ein Foto vom Straßenschild, damit ich die Karre wieder finde und auf gehts.

1 Etappe: Treuchtlingen - Solnhofen 14,5 Kilometer (für'n deppert Michä 20 Kilometer)

10 Meter.....50 Meter......200 Meter.......Scheisse ist der Rucksack schwer, das wird nix.

Leider kann ich vor meiner Heimkehr keine Fotos veröffentlichen. Die Fotos sind auf dem Handy,
den Bericht schreibe ich mit dem iPad und irgendwie läßt mich diese blöde Blogger Software nicht
meine Handybilder importieren. Ich müsste erst einen Google+ Account anlegen, dann die Bilder in diesem Account hochladen, anschließend muss ich ein riesiges, spitzes Grabmal in der ägyptischen
Wüste errichten, den Nahost Konflikt lösen, als Präsident von 1860 dafür sorgen das diese Saison nicht wieder in einer totalen Enttäuschung mündet, und zu guter Letzt Sex mit einer kompletten Cheerleader Squad (30 Damen) haben, wobei alle zufrieden gestellt werden müssen damit es gilt.

Ich hätte es fast gemacht, aber die Sache mit 60 ist zu schwierig.

Wegen fehlender Bilder bin ich deshalb leider um einen riesen Joke gebracht.

Voll motiviert überquere ich zum ersten Mal die Altmühl, mache ein wunderschönes Bild von einer Infotafel, marschiere ein wenig, biege bei der ersten Möglichkeit falsch ab und stehe 5 Kilometer und 1,5 Stunden später vollkommen konsterniert wieder vor der gleichen Infotafel.

Dies war der Moment an dem ich mich gefragt habe, ob ich nicht der geborene Pauschaltourist bin
und mein Schicksal, das früher oder später in einem Herzinfarkt münden würde einfach akzeptieren
sollte.

Aber ein bisschen Reststolz wohnt ja doch in meiner Brust. Die Niederlage, den kompletten Trip bereits nach der ersten unerwarteten Hürde hinzuschmeißen wäre zu groß gewesen.

Und siehe da, ich verlaufe mich nur noch zweimal und komme nach 6 Stunden und vollkommen erledigt in Solnhofen an.

Lande in einem Freakhotel, aber das ist eine andere Geschichte.

Nur soviel: Auf meiner Liste der schrägsten Unterkünfte meines Lebens, schafft es der "Verkaufte
Großvater" in Solnhofen locker in die Top10. Klar, an unschlagbare Granaten wie "George" in
Jerusalem, die Indianerbude in La Oroya in Peru auf 3700 Meter, der Campingplatz in Pistoia wo
mich der liebe Bernd zweimal hat hochfahren lassen oder die Rue Mouffetard in Paris, kommt der "Großvater" nicht ran - aber es ist knapp.

Und hier die Props and Flopps des ersten Tages:

Props:

- Mehmet und Alfons für den geilen Sound.

- Mein Liebling Petra dafür, dass Sie mir Ihre Wanderstöcke geliehen hat. Ich war erst skeptisch, aber jetzt bin ich restlos begeistert. Diese Spieße bringen unglaublich viel bei Steigungen und in
unwegsamen Gelände. Außerdem sind sie super gegen die vereinzelt auftretenden Zombies und Morlocks - Zack, rein mit dem Spieß und a Rua is.

- Die letzte Dreiviertel Stunde der Wanderung. Das war eine Offenbarung. Eine Wiese auf einer Art Hochplateau. Wer mich kennt, weiß das mich alles interessiert was kreucht und fleucht. Aber so viele Schmetterlinge auf einer Wiese habe ich noch nirgends auf der Welt gesehen. Ich habe gemeint ich bin im Paradies. Das war mit Sicherheit die schönste Wiese (mehrere Quadratkilometer!) die ich je gesehen habe. I was stunned.

- Mein Rücken. Trotz Bandscheibenvorfall im September 2013 und permanenter Probleme und Schmerzen seit dem, hat er prima durchgehalten. Mir hat viel weh getan im Hotel - Der Rücken nicht  und das finde ich geil, gerade weil es meine größte Angst war.

- Google Maps - Oh Yeah, ohne Maps wäre ich wahrscheinlich bereits verzweifelt. Bitte Google übernimm die Weltherrschaft, deine Services sind (fast immer) so wunderbar mit Hirn geplant, was
ich von der Streckenbeschreibung in meinem Wander-Buch nicht behaupten kann.

Flopps:

- Mein Übergewicht: Ich muss jedes Kilo büßen, jeden Kilometer, jede Stunde.

- Die Beschilderung des Weges rund um Treuchtlingen, oder mein Orientierungssinn - Pick one!

Mehr war heute nicht. Bin um 21 Uhr todmüde ins Bett gefallen.


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