Bernd und Michael 2031

Bernd und Michael 2031
Bernd und Michael 2031

Samstag, 9. August 2014

Traurige Wanderung Nummer 43

Samstag, 9. August 2014

2. Etappe Solnhofen - Dollenstein 17,5 km (für'n deppert Michä 18,5 km, es wird besser!)

Es ist nicht weit von Solnhofen nach Dollenstein. Um eine Etappe daraus zu machen, wird man auf den wildesten Wegen durch die Prärie gescheucht.

Diese Etappe gilt als eines der Highlights des Trips. Ich bestätige, es gab einige tolle Dinge zu sehen, z.B die weltberühmten 12 Apostel, eine sagenhafte Felsformation, bestehend aus versteinerten Korallen und anderem Meereszeug. Schon beeindruckend, wenn man sich vorstellt, dass hier vor 140 Millionen Jahren mal Meer (um genau zu sein, das Jurameer) war.

Auch der Schluss, diese beeindruckende Monsterlinde und der Blick auf Dollnstein waren mehr als Impressive. Aber........, was mich nervt ist dieses endlose rauf und runter. Ich hatte gehofft, dass es auch mal ein paar Kilometer an der Altmühl entlang geht - aber weit gefehlt.

Heute habe ich exakt dreimal die Altmühl überquert. Meine zwei ersten Tagen sehen wie folgt aus -
Altmühl überquert - Berg rauf - Berg runter - Altmühl überquert - Berg rauf (andere Seite versteht sich) - Berg runter - Altmühl überquert - Berg rauf (andere Seite versteht sich) - Berg runter - Altmühl überquert - Aaaaaaaaaaaaahhhhhhhhhhrg..........

Gestern ging's, aber heute waren keine zwei Kilometer am Stück ebenes Gelände dabei.

Das macht mich fertig.

Nun gut, ich atme und sitze beim Weißbier! Folglich kann es nicht allzu wild gewesen sein.

Props:

- Gehwohl Fusskrem aus dem 19. Jahrhundert. Hält den den Fuß gesund und wohlriechend.
Gut, ich gebe zu dass ich einen Tag gebraucht habe um zu checken, dass man die Krem VOR dem wandern aufträgt und nicht danach.

- Nochmal die Wanderstöcke - eine großartige Erfindung.

- Mein Rucksack. Inzwischen sind wir zusammengewachsen. Habe ich irgendwann behauptet er hätte ein Gewicht. Quatsch mit Soße, er ist inzwischen ein Teil meines Körpers. Ich werde ihn heute auch beim schlafen tragen.

Flops:

- Wie bereits erwähnt, die Streckenführung. Ein paar Kilometer am Fluss, ich bitte Euch!

- Der Weg ist teilweise überwuchert, d.h. man watet durch kniehohe Gräser. Und was lauert in Bayern in kniehohen Gräsern und ist viel gefährlicher als Wölfe, Zombies und Haie? Genau ZECKEN!

Da ich bekennender Zeckenphobiker bin, ist das ein echtes Problem für mich.

Wenn die Wege schon super eng sind und nicht gepflegt werden, hätte ich in meinem superschlauen Wanderbuch zumindest den Hinweis erwartet: "Leute geht nur in langen Hosen, die Wege werden nicht gepflegt".

Jetzt kann man natürlich sagen: "Mei, da FranzMcClane, der wehleidige Zipfe, wann fängt man sich schon an Zeck ein"

Wenn die Bilder wieder funktionieren, werde ich ein Bild meiner rechten Wade hochladen.
Dort kann ein Loch sehen, welches entstanden ist als ich mir die Zecke der heutigen Etappe rausgeschnitten habe. Ein Blutbad.

Möchte nicht wissen wo ich sonst noch welche habe. Im Intimbereich juckt's mich auch schon so.

So, jetzt bestelle ich mir was zu essen, irgendwas mit Froschhumpen denk ich mal.

Ich wünsche eine gute Nacht.














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